| "Herr
Wollendorf" lungerte vor dem Supermarkt herum
Rhein/Main,
11.11.2008. Es ist ein immer noch weit verbreiteter Irrtum, dass
nur junge oder unerfahrene Aktivisten vom Geheimdienst "Verfassungsschutz"
mit Anwerbeversuchen belästigt werden. Auch langjährige Aktivisten
können sich plötzlich mit dieser Situation konfrontiert sehen.
So auch ein Aktivist aus dem Rhein/Main-Gebiet vor zwei Tagen. Der aufmerksame
Betroffene hat sogleich den nachfolgenden Bericht verfasst, damit die
Wühlarbeit des Geheimdienstes nicht im Verborgenen bleibt:
Am
Dienstag, dem 11. November, kam ich um ca. 11.30 Uhr vom Sport und ging
danach noch kurz etwas einkaufen. Als ich vom Supermarkt zu meinem Auto
zurücklief, kamen mir ein Mann und eine Frau mittleren Alters entgegen.
Der Mann machte gleich einen freundlichen und herzlichen Eindruck, so
als ob man sich schon länger kenne.
"Sie
sind doch der Herr ****?", fragte der Herr dann gleich und streckte
die Hand zur Begrüßung aus. Ich dachte erst an Journalisten
und antwortete: "Ja, und wer sind Sie?"
"Meine
Name ist Wollendorf (mit Sicherheit ein Deckname) und dies ist meine Kollegin
(er deutete auf die Frau im Hintergrund), wir sind Mitarbeiter vom Landesamt
für Verfassungsschutz."
Ich
sagte ihm, dass er sich alles weitere Sparen könne und ging an ihm
vorbei zu meinem PKW.
Das
"Pärchen" folgte mir und der Mann sprach weiter, während
ich meine Sachen im Auto verstaute. Die Frau postierte sich (zur Eigensicherung)
schräg hinter dem Mann, etwa 2-4 Schritt entfernt.
"Wir
wissen ja, dass Sie nicht mit uns zusammen arbeiten wollen, wir möchten
doch nur mit Ihnen reden", sagte der Agent dann beschwichtigend.
Ich
teilte ihm mit, dass sie Gesockse sind und dass man mit diesen eben nicht
redet.
Er
fuhr dann, nicht auf meine Aussage eingehend, fort: "Wir haben ja
auch bemerkt, dass Sie sich etwas zurück gezogen haben, dafür
gibt es doch Gründe."
Ich
antwortete nur: "Adios" und stieg gemächlich in mein Auto
ein.
Langsam
wurde er ein wenig unfreundlicher und sagte dann: "Es ist doch besser
wenn Sie mit uns reden, wie wenn Andere über Sie reden!"
Ich
zog die Tür zu und fuhr dann los. Im Rückspiegel konnte ich
dann beobachten wie die beiden langsam wegliefen und sich noch einige
Male umblickten. Das Fahrzeug konnte ich leider nicht ausmachen. (Wäre
aber auf Grund des großen Fuhrparks und Wechselkennzeichen auch
unerheblich gewesen).
Ich
fuhr dann ganz normal zurück zu meiner Wohnstätte.
Bericht
Ende.
Personenbeschreibung:
Mann
(Herr Wollendorf)
ca. 40 Jahre alt
ca. 175cm groß
ca. 75 Kg
Haare 3-4 cm lang, Seiten etwas kürzer (Brünett)
Gediegene Kleidung
Etwas Solarium
Frau
(Deckname vergessen oder überhört)
40 Jahre alt
ca. 160-165cm groß
hoch geföhnte Kurzhaarfrisur
65 Kg
sich im Hintergrund haltend
Analyse:
Zu
Beginn muss zumindest eine kurze Observation stattgefunden haben, da ich
weder ein Mobilfunkgerät dabei hatte und auch nicht mit meinem Kfz
unterwegs war. Insofern diese statt gefunden hat, habe ich Sie nicht bemerkt.
Das
Abpassen an der Sportstätte soll suggerieren, dass Sie "Bescheid
wissen" über die Zielperson, man soll verunsichert werden und
sich fragen ob man ständig überwacht wird und was Sie alles
wissen. Man soll überrumpelt werden, da man nicht erwartet an einem
solchen Ort angesprochen zu werden.
"Wir
wissen ja, dass Sie nicht mit uns zusammen arbeiten wollen, wir möchten
doch nur mit Ihnen reden" - Dieser Satz soll eine "Vertrauensbasis"
schaffen, man will ja gar nichts böses, sondern nur ein Schwätzchen
halten. Eine psychologische List, um die natürliche Abwehrhaltung
zu brechen.
"Wir
haben ja auch bemerkt dass Sie sich etwas zurück gezogen haben, dafür
gibt es doch Gründe."
Soll heißen, dass Sie alles über einen wissen und man deshalb
auch nichts verbergen braucht. Dient der Verunsicherung.
"Es
ist doch besser wenn Sie mit uns reden, wie wenn Andere über Sie
reden!" Soll dann in späterer Situation, wenn "die
freundliche Tour" gescheitert ist, die Zielperson unter Druck setzen.
Nach dem Motto: Dann reden andere und dich machen wir fertig.
Zusammenfassung:
Der
Verfassungsschutz versucht mit einer Reihe von psychologischen Taschenspielertricks
verschiedene Dinge vorzugaukeln, um Dich in eine Ecke zu drücken.
Am Ende wollen Sie nur eines: Dass du deine Freunde, deine Kameraden,
dein Volk und auch Dich selbst verrätst. Vorteile von einer Zusammenarbeit
mit "den Diensten" hat noch keiner gehabt. Haben sie Dich "ausgesaugt"
und Ihre Infos bekommen, wirst Du verbrannt. (Beispiele wie Tino Brandt,
Wolfgang Frentz etc.) Es gibt nichts, was Du mit diesen Typen machen könntest,
was Dir oder dem Widerstand nützt.
Deshalb:
Abblocken, Gedächtnisprotokoll schreiben, öffentlich machen!

Infobroschüre
mit weiteren Tipps & Infos:
1.6 MB
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