Dortmund | Nationaler Antikriegstag hat sich erfolgreich manifestiert

veröffentlicht am: 08.09.2008
ergänzt am: 10.09.2008
Verfasser: frei

 

Polizei versuchte gezielt zu provozieren


Dortmund, 06.09.2008. Mit der Durchführung des nunmehr vierten nationalen Antikriegstages hat sich diese Veranstaltung erfolgreich manifestiert. Weit über tausend Teilnehmer fanden dieses Jahr den Weg nach Dortmund, um gemeinsam ein Zeichen gegen den Imperialismus der globalen Hochfinanz zu setzen, welche die Völker in Kriege und Zinsknechtschaft treibt. Die Teilnehmerzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr weit mehr als verdoppelt, was sicher auch die Notwendigkeit des Themas für uns alle verdeutlicht.

Im Vorfeld hatten Veranstalter und Unterstützer eine aufwendige Vorbereitung betrieben, um das Thema auch in der Öffentlichkeit entsprechend zu vertiefen. In verschiedenen Städten fanden informative Veranstaltungen statt, es wurden alle gegebenen Möglichkeiten der Propganda genutzt - von Videos im Internet bis zu den klassischen Mitteln wie Flugblätter, Aufkleber und Plakate. Zuletzt gab es noch eine Vorabend-Kundgebung direkt am Dortmunder Hauptbahnhof, wo nochmals jeder Bürger die Chance hatte, sich abseits der etablierten Hetze über die Hintergründe der globalen Kriegstreiberei zu informieren.

Die Demonstration selbst stellte dann den Höhepunkt der ganzen Kampagne dar. Sie begann nach anfänglicher Verzögerung mit einer Auftaktkundgebung. Hervorzuheben ist hier die Ansprache von Kamerad Herbert Schweiger, der klar und deutlich die Zusammenhänge der mammonistischen Oneworld-Mafia offenlegte. Anschließend stellte Gottfried Küssel mit seinem Redebeitrag glänzend unter Beweis, daß er die hintergründige Ironie beherrscht wie kaum ein anderer. Gekonnt entlarvte er die Kriegs- und Terrorlügenpolitik der USA. Schade, daß dieser Rede nicht viel mehr Bürger und Anwohner hatten zuhören können, als dies am Antreteplatz Dortmund-Stadthaus möglich war.

Die Polizei soll aus nicht nachvollziehbaren Gründen angeblich Probleme damit gehabt haben, die "Sicherheit" zu gewährleisten, so daß der Abmarsch nicht wie geplant vonstatten gehen konnte. Irgendwann nach 15 Uhr setzte sich der Zug jedoch in Bewegung. Beeindruckend war zweifellos die große Menge an schwarz-weiß-roten Fahnen, die für einen herrlichen Anblick in den Dortmunder Straßen sorgten. Positiv ist auch der Einsatz von sehr vielen themenbezogenen, einfallsreichen Transparenten zu bewerten, wodurch unsere Forderungen noch besser in die Öffentlichkeit getragen werden konnten. Die Demonstration verlief im Großen und Ganzen recht problemlos, obwohl es immer wieder zu lokalen Reibereien mit Polizisten kam, die offenbar den friedlichen Gesamteindruck durch gezielte Provokationen stören wollten. Die beiden Zwischenkundgebungen, die jeweils auf sehr großen Straßenkreuzungen durchgeführt wurden, fanden entsprechend hohe Beachtung bei den Anwohnern.

Während des gesamten Verlaufes hielt sich die Zahl der Gegendemonstranten und die Wahrnehmbarkeit derer "Aktivitäten" am Rande schwer in Grenzen. Nicht einmal das Blockieren des S-Bahnbetriebes - wie noch am 1.Mai 2007 - wollte den kriminellen roten Banden gelingen. Mit ein paar Europaletten, die man verzweifelt zu entflammen versuchte, war den stählernen Bahngleisen nicht beizukommen. Ein intensives Befassen mit Feindkräften war also nicht nötig, was den Vorzug hatte, daß Veranstalter und Teilnehmer sich ganz der Ausgestaltung der eigenen Veranstaltung widmen konnten.

Kurz vor Ende der Demonstration ließ die Polizei dann ihre scheinkooperative Maske fallen und verhinderte mit massiver Gewalt, daß die Versammlungsteilnehmer den vereinbarten Endkundgebungsplatz betreten konnten. Ein nachvollziehbarer Grund dafür, daß die letzten paar Meter in diese letzte Straße vor dem Bahnhof Körne-West nicht mehr beschritten werden durften, war nicht ersichtlich. Es ist aber zu vermuten, daß die Polizei aus irgendeinem Grunde die letzte Gelegenheit an diesem Tag nutzen wollte, um doch noch eine richtige Eskalation herbeizuführen. Dies gelang jedoch nicht. Die Versammlungsleitung setzte die Fortsetzung der Versammlung zunächst kurzzeitig aus und erklärte die Versammlung wenige Minuten später mit einigen Dankesworten an alle Teilnehmer für beendet, da die Polizei offenbar nicht mehr gewillt war, sich an die Vereinbarung zu halten. Entsprechend deutlich wurde das Verhalten der Polizei zum Abschluß gebrandmarkt, ehe sich die Teilnehmer zur Abreise an den Bahnhof begaben.

Fazit: Der nationale Antikriegstag 2008 als diesjähriger Höhepunkt einer langfristigen Kampagne kann zweifellos als politisch, inhaltlich und organisatorisch erfolgreich bilanziert werden.

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sowie der vorbereitenden Kampagne unter:

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